Warm werden mit einer japanischen Klimaanlage

Schenkt man einem Beitrag der FAZ Glauben, gibt’s in Japan keine Zentralheizungen. Geheizt würde, so der Beitrag, vornehmlich mit Kerosin- oder Gasöfen und / oder Klimaanlagen. Gut zu wissen, denn in unserem gemütlichen kleinen Zimmer im Norden Kyotos verbrachten wir die erste Nacht zwar nicht zähneklappernd, dennoch tief eingemümmelt in eine dicke Bettdecke.

Für den nächsten Abend und die kommende Nacht galt’s jedoch, das Rätsel um den weißen nonfunktionalen Plastikkasten an der Decke und die Fernbedienung, eine Ansammlung anmutigster Schriftzeichen, zu lösen. Das erste Problem löste sich schnell: Die Sicherung der Klimaanlage (weißer Kasten) war einfach nicht eingeschaltet. Das zweite Problem erforderte detektivische Finesse und viel Geduld. Um’s abzukürzen: 1000 Dank an die unzähligen Blogs da draußen, die vor demselben Problem standen und erklärten, dass 暖房 (danbou) den Heizmodus und 冷房 (reibou)den Kühlungsmodus der Klimaanlage aktivieren. 🙂

Fernbedienung einer japanischen Klimaanlage

Link-/Blogtipps:

Unterwegs mit einem „Shinkansen“

Pünklich, schnell, komfortabel und zuverlässig – Adjektive, die man nicht unbedingt mit der Deutschen Bahn (DB) verbindet. Mit einem japanischem Hochgeschwindigkeitszug („Shinkansen“) zu reisen ist jedoch einfach nur fantastisch: Die Züge fahren pünktlich los, die Sitzplatzreservierung klappt ohne Probleme, die Züge, für die Sitzplätze reserviert wurden, existieren tatsächlich („Hallo, DB!“), es ist so viel Beinfreiheit vorhanden, dass eine Kleinfamilie mitsamt befreundeter Bambini-Fußballmanschaft Platz hätte und die Züge gehen ab wie die Post – und schauen auch noch richtig gut aus!

Shinkansen am Bahnhof in Kyoto

 

Ein erster Blick auf den Fuji

Nach guten 40 Minuten Fahrt, unterwegs mit dem „Hikari“ von Tokyo nach Kyoto taucht er plötzlich auf: Japans höchster Berg, der Fuji-san:

Japans höchster Berg: Der Fuji

Kleiner Tipp: Auf der Fahrt von Tokyo nach Kyoto lässt sich der Fuji von der rechten Zugseite (Plätze D und E) aus am besten bestaunen. Von Kyoto nach Tokyo sind die Sitze D und E ebenfalls sehr vorteilhaft, um einen Blick auf den Vulkan zu erhaschen – sofern er denn nicht wolkenverhangen ist.

Tako-yaki

Undefinierbar, dieses Gefühl, wenn du im Sommer nach eiskalter Zitronenlimonade lechzt – und versehentlich Sprudelwasser trinkst. Undefinierbar, dieses Gefühl, wenn du, hungrig wie ein sibirisches Wollflaumschaf in einer belebten Einkaufsstraße leckerste Kartoffelbällchen entdeckst. Kartoffelbällchen, kunstvoll verziert mit Mayonnaise und garniert mit leckeren frischen Frühlingszwiebeln. Und dann dieses Gefühl, diese Welle von Aromen, die dich hinunterdrückt an den Rand des Bewusstseins, weil dir schlagartig bewusst wird, dass jene Kartoffelbällchen keine Kartoffelbällchen, sondern mit Oktopusarmen und Soße gefüllte Teigtaschen (Tako-yaki) sind – und du zwar so ziemlich alles magst, aber Oktopus…

japan_tokyo_takoyaki